Aktien Politik
1. Nicht alles riskieren
Bestenfalls zehn, allenfalls aber 15 verschiedene Aktien sollte Ihr Depot einmal aufweisen. Natürlich ist dieses von Anfang an ausführbar (sonst werden die einzelnen Positionen zu klein und Sie werden von den Gebühren aufgefressen), es sollte aber Ihr Endziel sein. Der Anlass für diese Verbreitung ist auch die gleichzeitig damit erreichte Diversifikation.
2. Gewinne fließen lassen
Bleiben Sie ruhig, wenn Ihre Aktie einmal richtig steigt. Wenn Sie an ihre Aktie glauben, dann gibt es auch keinen Grund, Sie zu verkaufen. Sollten Sie es doch tun, ärgern Sie sich nur.
3. Verluste eindämmen
Es kann natürlich auch mal gescheht, dass Ihre Aktien fallen. Verpassen Sie nicht den Ausstieg! Nicht nur zusehen und wünschen, dass es wieder nach oben geht? Bei -20% ist Achtung geboten, da stimmt dann etwas nicht mehr mit Ihrer Entscheidung, vor allem, wenn andere Aktien aus dieser Branche oder auch der gesamte Markt steigt.
5. Informieren Sie sich stetig
Nutzen Sie Print- und Online-Medien, um sich regelmäßig einen Überblick zu verschaffen. Natürlich wird es zu Ihren Werten nicht täglich Neuigkeiten geben. Es gilt aber auch, gesamtwirtschaftliche Änderungen in die Börsenstrategien zu integrieren.
6. Denken Sie nicht an Ihre Investition
Das Geld, das Sie an der Börse investieren, darf nicht unerwartet benötigt werden, denn gerade wenn Sie Geld für einen Erwerb brauchen, stehen die Aktien schlecht. Daher bitte nie auf Kredit an der Börse spekulieren!
7. Investieren Sie nicht nur in eine Branche
Zu jeder Aktie gibt es einen Gegenpart, den Branchenführer. Dieses Unternehmen hat anhaltend Entfaltungsmöglichkeiten, um auf den Wettstreit zu reagieren oder diese klein zu halten. Nur das Beste ist gut genug!
8. Seien Sie auf der Hut
Wissen Sie überhaupt etwas über das Unternehmen, welches Ihnen empfohlen wird? Informieren Sie sich weitgehend über Chancen und Risiken. Bleiben Sie auf der Hut und denken Sie daran, dass es ist Ihr Geld ist.
9. Zögern Sie nicht, zu handeln
Sie sind verantwortlich für Ihren Erfolg, aber auch für Ihren Misserfolg. Handeln Sie, wenn Sie der Meinung sind, dass es angebracht ist. Treffen Sie Entscheidungen.
10. Nervosität macht arm
Anschaffen, abstoßen, Anschaffen… Andere verdienen kräftig mit. Muss man immer mitziehen. NEIN! Wenn Sie richtig investiert sind, braucht man nicht andere durch zahlreiche Trades reich machen. Denken Sie auch über ein Jahr hinaus. Nebenbei bemerkt, nur 3% der Day-Trader erzielen dauerhaft Erfolge
Money Management
Unter Money Management versteht man die Bündelung verschiedener Wertsicherungs-Strategien. Mit diesen wird versucht, das Risiko beim Handel an der Börse entsprechend einzugrenzen.
Das Money Management ist auch unter den Begriffen Asset Management, Position Sizing oder Diversifikation bekannt.
Aus diesen Begriffen wird immer deutlich, dass es dabei um eine Positionsgrößenbestimmung geht, oder auch um eine Streuung des einsetzbaren Kapitals.
Einer der Experten des Money Managements ist Dr. Van K. Tharp. Er hat eine Studie durchgeführt und herausgefunden, dass im Prinzip das wichtigste Element des Erfolgs bei einer Aktienanlage das Money Management ist. Es wird also nicht nur darauf geachtet, welche Aktien man kauft oder zu welchem Zeitpunkt, sondern wie viel man von einer Aktie kauft.
Die meisten konzentrieren sich nur auf den Umstand, welche Aktien man wann kaufen soll. Also nur der Zeitpunkt und welche Aktie gekauft werden soll, ist den meisten wichtig. Aber diese Faktoren sind eben nicht die Erfolgsfaktoren an der Börse.
Grundsätzlich besteht bei den meisten Aktienanlegern der Drang, bei anfänglichen Verlusten dies durch höhere Kapitaleinsätze kompensieren zu wollen. Dies ist der garantierte Weg zum Ruin. Wer diese Neigung hat, sollte sich von einer Aktienanlage entfernen oder seine Einstellung ändern.
Aktives Money Management bedeutet das Verlustrisiko zu begrenzen, indem die einzelnen Handelspositionen auf einen bestimmten Wert beschränkt werden, wodurch eine Verteilung des Kapitals auf mehrere verschiedene Positionen möglich ist.
Zudem können Stop-Loss-Orders in Abhängigkeit vom jeweiligen Risiko einer Position gesetzt werden, woraus sich ein maximales Verlustrisiko für jede Handelsposition ergibt. Das maximale Verlustrisiko sollte dem vorhandenen Kapital dabei angepasst werden.
Auch das Einbehalten einer bestimmten Liquiditätsreserve gehört zu den Strategien das Money Managements.
Nur mit dem richtigen und auf die individuellen Voraussetzungen abgestimmten Money Management werden nachhaltige Erfolge an der Börse ermöglicht.
Die Vorgänge an der Börse haben oft weniger mit harten Wirtschaftsdaten als mit Psychologie zu tun. Das behaupten inzwischen auch die Wissenschaftler. Denn was an der Börse gehandelt wird, sind vor allem auch die Erwartungen der Anleger.
Und dies kann natürlich zu Fehlkäufen führen. Jedoch kann es sich genau dann lohnen zu investieren und mit einzusteigen, wenn sich viele Leute verschätzen. Denn es kommt gar nicht so sehr darauf an, ob die Aktie die Beste ist, sondern, dass die anderen denken, sie ist es.
So lange sie das tun, lohnt es sich zu kaufen, denn dann wird der Kurs weiter steigen, auch unabhängig von den fundamentalen Daten des Unternehmens. So stellten Experten fest, dass sich beim Vergleich von Jahresrenditen einzelner Aktien, die Renditen nicht mal zu einem Fünftel mit den wirtschaftlichen Zahlen des Unternehmens erklären lassen.
Über kurze Zeiträume kann diese Strategie, die auch die „Blase reiten“ genannt wird, funktionieren. Langfristig kommen die Kurse jedoch auf den Boden der Tatsachen zurück und spiegeln die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung wider.
Das sich Anleger von explodierenden Kursen mitreißen lassen, auch dann, wenn die Aktien weit über Wert gehandelt werden, lässt sich anhand der unterschiedlichen Anlagementalitäten erklären.
So gibt es rational und psychologisch eher beeinflussbare Anlegetypen. So werden spontan Handelnde bei positiven Unternehmensnachrichten, wie etwa der Erhöhung der Gewinnerwartungen, kaufen und sich der eher rational Denkende an die Analyse der Informationen machen. Spontane Einsteiger reagieren nur auf die aktuellen Entwicklungen am Markt und dass kann dazu führen, dass der Kurs steigt oder bei schlechten News auch tief fallen kann.
Vor allem Psychologen misstrauen aus ihrer Sicht überbewerteten Papieren. In einem Finanzmarktspiel entschieden sie sich gerade dann gegen eine Aktie, wenn sie zuvor von vielen Mitspielern gekauft worden war. Mit dieser Strategie sind
sie erfolgreicher als Physiker und Mathematiker und auch als Ökonomen. Sie entschieden sich oft gerade dann gegen eine Aktie, wenn sie bereits von vielen Mitspielern gekauft wurde und damit entsprechend teuer war. Sie schreiben den
Kursverlauf eher psychologischen Effekten zu, Physiker rechneten eher
mit der Rationalität der anderen Anleger und waren damit schlechter
beraten.
Der Kurs kommt dann zurück, wenn die Käufer besser informiert sind oder ihre Euphorie angesichts der rasant steigenden Kursentwicklung in Unsicherheit umschlägt. Darum lohnt es sich manchmal auch bei extremen Ausschlägen gegen
den Trend zu kaufen. Anleger, die gegen den Trend kaufen, können einerseits von den Übertreibungen profitieren, und sorgen aber auch dafür, dass Übertreibungen ausgebügelt werden.